Friedhöfe, Synagogen und Stolpersteine erzählen von Geschichte, Erinnerung und Gegenwart.
Jüdische Friedhöfe
Ein jüdischer Friedhof ist ein Friedhof mit Besonderheiten, die sich aus den Gesetzen des Judentums ergeben. So ist die Erdbestattung vorgeschrieben. Die dauerhafte Totenruhe gilt als verbindlich und steht einer begrenzten Ruhefrist entgegen. Die Trauernden legen statt Blumen in der Regel Steine auf den Grabstein. Mit Bezug zu seinem lebensbejahenden Charakter und der Erwartung der Auferstehung wird der jüdische Friedhof auch „Haus des Lebens“, „Ewiges Haus“ oder auch „Gutes Haus“ genannt.Auf jüdischen Friedhöfen gibt es nur Einzelgräber und keine Gemeinschaftsgräber. Grabsteine sind nach Osten ausgerichtet, ebenso wie die Toten, deren Füße nach Osten (nach Jerusalem) zeigen, damit nach der Auferstehung die Reise in Richtung Jerusalem gleich anfangen kann.
[ Quelle: Wikipedia - Jüdische Friedhöfe]
Jüdischer Friedhof Dieffeln
Der jüdische Friedhof an der Gemarkungsgrenze zwischen Dillingen und Diefflen ist mit etwa 400 historischen Grabstellen der zweitgrößte im Saarland. Er entstand 1755, wurde 1852 vergrößert und war zentrale Begräbnisstätte für die Toten der jüdischen Gemeinden aus allen Orten der Umgebung mit Ausnahme Saarwellingens, das einen eigenen jüdischen Friedhof hatte. 1880 wurde ein Eingangsportal mit einer angegliederten Halle erstellt.In der NS-Zeit (1935/38) wurden Eingangsportal, Halle und die gesamte Friedhofsanlage zerstört.
1946 wurde der Friedhof wieder instandgesetzt.
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