Friedhöfe, Synagogen und Stolpersteine erzählen von Geschichte, Erinnerung und Gegenwart.
Synagogen
Eine Synagoge ist ein Gebäude, das der Versammlung, dem gemeinsamen Gottesdienst und oft auch als Lehrhaus einer jüdischen Gemeinde dient.
Es dient auch als Ort für soziale und kulturelle Veranstaltungen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft. Sie ist die wichtigste Institution im
Judentum und hat den gemeinschaftlichen Gottesdienst des Christentums und des Islams maßgeblich beeinflusst.
[ Quelle: Wikipedia - Synagoge]
Merzig
Die Synagoge Merzig wurde im Jahr 1842 erbaut. Sie stand in Merzig an der Ecke Rehstraße (heutige Synagogenstraße) / Neustraße. Während der Novemberpogrome 1938 wurde sie in Brand gesetzt und zerstört. 1940/41 wurden die Reste abgerissen und eine Baracke mit einem Kindergarten der NSDAP darauf errichtet.
Im Jahr 1961 wurde eine Gedenktafel an der Stelle, an der die Synagoge stand, aufgestellt. Die Inschrift lautet:
Hier stand das im November 1938 beschädigte und im November 1944 zerstörte ehrwürdige Gotteshaus der Israelitischen Gemeinde Merzig
Da dies nicht den historischen Tatsachen entsprach, wurde im Jahr 2005 folgender Zusatz auf der Rückseite angebracht:
Die Synagoge wurde in der Pogromnacht im November 1938 zerstört und die Ruine später abgerissen. Das Haus des Kantors fiel einem Bombenangriff im November 1944 zum Opfer.
Im Jahr 1975 wurde die Synagogengedenkstätte neugestaltet. Im Zusammenhang mit dieser Maßnahme beschloss der Stadtrat die Umbenennung der Rehstraße in Synagogenstraße.
Lübeck
Die Synagoge Lübeck, heute auch Carlebach-Synagoge genannt, liegt in der Lübecker Altstadt, St.-Annen-Straße 13, zwischen der evangelisch-lutherischen Aegidienkirche und dem benachbarten St.-Annen-Kloster, das heute ein städtisches Museum ist. Sie ist das einzige vollständig erhaltene jüdische Gotteshaus in Schleswig-Holstein und wurde nach ihrem ersten Rabbiner Salomon Carlebach (1845–1919) benannt.
Trier
Die neue Synagoge wurde 1956/57 auf dem früheren Neumarkt-Platz an der Ecke zur Hindenburgstraße errichtet. Der längsrechteckige, flachgedeckte Neubau sollte sowohl die Vorgabe der hohen Traufhöhe als auch die für den jüdischen Kult erforderlichen Funktionen erfüllen.
Mainz
Die Neue Synagoge Mainz ist seit dem 3. September 2010 der Nachfolgebau früherer Synagogen in Mainz. Sie steht als Gemeindezentrum am Platz der alten Hauptsynagoge in der Hindenburgstraße in der Mainzer Neustadt. Der Platz vor der Synagoge wurde in Synagogenplatz umbenannt.